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Anschlussfinanzierung: Rechtzeitig planen und Zinsen sichern

Anschlusskredit, Umschuldung oder Forward-Darlehen? Wenn die Zinsbindung Ihres Immobiliendarlehens ausläuft, sind die richtigen Entscheidungen entscheidend. Wir zeigen, wann und wie Sie handeln sollten.

7 Min. Lesezeit · Finanz26 Experten-Redaktion

Was ist eine Anschlussfinanzierung?

Wenn die Zinsbindung Ihres Immobiliendarlehens ausläuft, bleibt in der Regel noch eine Restschuld übrig. Diese Restschuld müssen Sie weiterfinanzieren – das nennt sich Anschlussfinanzierung oder auch Anschlusskredit.

Typische Zinsbindungen beim Immobilienkredit laufen 10, 15 oder 20 Jahre. Nach Ablauf müssen Sie mit Ihrer Bank eine neue Konditionen-Vereinbarung treffen – oder zu einer günstigeren Bank wechseln. Wer die Anschlussfinanzierung clever plant, kann tausende Euro sparen.

Warum Anschlussfinanzierung rechtzeitig planen?

Viele Immobilienbesitzer kümmern sich erst kurz vor Ablauf der Zinsbindung um die Anschlussfinanzierung – ein teurer Fehler. Denn:

Ihre aktuelle Bank weiß das: Sie hat keine Motivation, Ihnen das beste Angebot zu machen, wenn Sie keine Zeit mehr haben zu vergleichen. • Hypothekenzinsen können steigen: Wer früh plant, kann sich günstige Zinsen über ein Forward-Darlehen langfristig sichern. • Bessere Verhandlungsposition: Mit mehreren Angeboten beim Anschlusskredit können Sie gezielt verhandeln.

  • •Ihre aktuelle Bank weiß das: Sie hat keine Motivation, Ihnen das beste Angebot zu machen, wenn Sie keine Zeit mehr haben zu vergleichen.
  • •Hypothekenzinsen können steigen: Wer früh plant, kann sich günstige Zinsen über ein Forward-Darlehen langfristig sichern.
  • •Bessere Verhandlungsposition: Mit mehreren Angeboten beim Anschlusskredit können Sie gezielt verhandeln.

Unsere Empfehlung: Beginnen Sie spätestens 2–3 Jahre vor Ablauf der Zinsbindung mit der Planung Ihrer Anschlussfinanzierung.

Welche Optionen gibt es bei der Anschlussfinanzierung?

1. Prolongation – Verlängerung bei der Hausbank Die einfachste Option: Ihre Bank schickt Ihnen vor Ablauf ein Anschlussangebot. Bequem, aber oft nicht das günstigste Angebot auf dem Markt.

2. Umschuldung zu einer anderen Bank Sie wechseln den Kreditgeber und sichern sich bessere Konditionen. Umschuldung kann mehrere tausend Euro Ersparnis über die neue Zinsbindung bedeuten – auch wenn ein Notar nötig ist, um die Grundschuld zu übertragen.

3. Forward-Darlehen – Zinsen jetzt sichern Sie vereinbaren heute schon die Konditionen für Ihre Anschlussfinanzierung – bis zu 60 Monate im Voraus möglich. Ideal bei erwartetem Zinsanstieg.

4. Variables Darlehen Flexibel an aktuelle Hypothekenzinsen anpassbar – sinnvoll, wenn Sie in naher Zukunft mit sinkenden Zinsen rechnen.

Forward-Darlehen: Wann lohnt sich die Zinssicherung?

Ein Forward-Darlehen sichert Ihnen heute schon die Konditionen für Ihre zukünftige Anschlussfinanzierung. Dafür zahlen Sie einen kleinen Zinsaufschlag (Forward-Aufschlag) von ca. 0,01–0,03% pro Monat Vorlaufzeit.

Forward-Darlehen lohnt sich bei: Erwartetem Zinsanstieg, hoher Restschuld, langer Vorlaufzeit. Forward-Darlehen lohnt sich nicht bei: Kurzem Vorlaufzeitraum (unter 12 Monate), stabilen oder sinkenden Hypothekenzinsen.

Checkliste Anschlussfinanzierung: So gehen Sie vor

✓ Zinsbindungsende im Darlehensvertrag nachschlagen ✓ Restschuld zum Ablaufzeitpunkt berechnen ✓ Ca. 2–3 Jahre vorher Vergleichsangebote für die Anschlussfinanzierung einholen ✓ Angebote von Hausbank und anderen Banken vergleichen ✓ Bei Forward-Darlehen: Zinsentwicklung im Blick behalten ✓ Umschuldungskosten (Notar, Grundbuch) einkalkulieren

Als unabhängige Immobilienfinanzierungsberater vergleichen wir für Sie alle relevanten Banken und finden die günstigste Anschlussfinanzierung – rechtzeitig geplant und zu Top-Konditionen.

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