Eigenkapital ist das Fundament jeder Baufinanzierung. Wir erklären, wie viel Eigenkapital Sie für den Immobilienkauf wirklich brauchen, was als Eigenkapital gilt und wie Sie auch mit wenig Eigenkapital Ihre Wunschimmobilie finanzieren.
Eigenkapital ist der Teil des Kaufpreises, den Sie aus eigenen Mitteln aufbringen. Bei der Baufinanzierung gilt: Je mehr Eigenkapital Sie einsetzen, desto besser Ihre Konditionen:
Niedrigerer Zinssatz: Banken belohnen geringeres Risiko mit besseren Hypothekenzinsen. • Kleinerer Immobilienkredit: Weniger Schulden bedeuten eine geringere monatliche Kreditrate. • Kürzere Laufzeit: Sie sind schneller schuldenfrei und sparen erheblich Zinsen.
Vereinfacht gilt: Jeder Euro Eigenkapital, den Sie bei der Immobilienfinanzierung einsetzen, spart Ihnen mehrere Euro Zinsen über die gesamte Laufzeit.
Die bewährte Faustregel für die Baufinanzierung lautet: Mindestens 20% des Kaufpreises sollten Sie als Eigenkapital mitbringen – dazu kommen die Kaufnebenkosten (ca. 10–15%), die ebenfalls aus Eigenkapital bezahlt werden sollten.
Beispiel Eigenkapital bei einem Kaufpreis von 400.000 €: • Kaufnebenkosten (ca. 12%): 48.000 € • Mindest-Eigenkapital für den Immobilienkredit (20%): 80.000 € • Empfohlenes Eigenkapital gesamt: ca. 128.000 €
Hauskauf ohne Eigenkapital – 100%-Finanzierung möglich? Ja, aber nur bei sehr guter Bonität und mit einem deutlich höheren Hypothekenzins. Die monatliche Rate und das finanzielle Risiko sind erheblich größer.
Eigenkapital für die Immobilienfinanzierung ist mehr als nur Bargeld auf dem Konto. Folgendes erkennen Banken als Eigenkapital an:
Guthaben auf Giro- und Sparkonten • Tages- und Festgeldkonten • Wertpapiere und Fonds (mit Abschlägen wegen Kursschwankungen) • Zuteilungsreifer Bausparvertrag • Eigenleistungen beim Hausbau ("Muskelhypothek") – bis zu 15% des Beleihungswertes • Schenkungen von Familienangehörigen • Grundstück im Eigentum (bei Neubaufinanzierung)
Nicht als Eigenkapital anerkannt werden: Konsumentenkredite, Ratenzahlungen oder gebundene Lebensversicherungen (außer beleihungsfähige Policen).
Nicht jeder kann jahrelang für eine Immobilie sparen, bevor er kauft. Es gibt bewährte Lösungen für die Finanzierung mit wenig Eigenkapital:
Wohnriester: Staatliche Riester-Förderung, die direkt auf die Immobilienfinanzierung angerechnet werden kann. • KfW-Förderprogramme: Günstige KfW-Darlehen reduzieren den klassischen Bankkredit erheblich. • Eigenleistungen: Handwerkliche Eigenarbeit beim Hausbau kann als Eigenkapital angerechnet werden. • Familienunterstützung: Schenkungen oder zinsgünstige Darlehen von Eltern sind eine weit verbreitete Lösung.
Unser Tipp: Kommen Sie zu einem persönlichen Beratungsgespräch. Wir analysieren Ihre finanzielle Situation und zeigen Ihnen, welche Wege für Ihre Immobilienfinanzierung realistisch sind – auch mit wenig Eigenkapital.
Es gibt keine universell "perfekte" Eigenkapitalquote – das hängt von Ihrer individuellen Situation ab. Zu viel Eigenkapital einzusetzen kann ebenso suboptimal sein wie zu wenig. Wenn Sie z. B. hohe Renditen auf Tages- oder Festgeld erzielen, kann es bei günstigen Hypothekenzinsen sinnvoller sein, weniger Eigenkapital einzusetzen und das Geld weiter anzulegen.
Sprechen Sie mit uns – wir vergleichen alle Finanzierungsszenarien und finden die optimale Eigenkapitalstrategie für Ihre persönliche Immobilienfinanzierung.
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