Immobilienkauf vorbereiten: Von Lage und Gebäudezustand über Kaufpreisbewertung bis zum Notarvertrag – die entscheidenden Punkte beim Hauskauf, damit Sie keine teuren Fehler machen.
„Lage, Lage, Lage" – dieser alte Immobilien-Grundsatz gilt beim Haus kaufen bis heute uneingeschränkt. Eine gute Lage steigert den Wert Ihrer Immobilie langfristig, sichert Ihre Investition ab und erleichtert einen späteren Verkauf erheblich. Achten Sie beim Hauskauf auf:
Infrastruktur: Wie weit sind Schulen, Supermärkte, Ärzte und öffentlicher Nahverkehr entfernt? • Entwicklungspotenzial: Gibt es geplante Bauvorhaben oder Infrastrukturprojekte in der Nähe? • Lärmbelastung: Straßen, Schienen oder Gewerbegebiete können den Immobilienwert dauerhaft mindern. • Sonneneinstrahlung und Ausrichtung: Südausrichtung bedeutet mehr natürliches Licht und niedrigere Heizkosten.
Der bauliche Zustand einer Immobilie entscheidet maßgeblich über versteckte Sanierungskosten und Folgekosten. Lassen Sie sich beim Hauskauf niemals nur von einer schönen Inneneinrichtung blenden. Folgende Punkte sollten Sie genau prüfen:
Dach: Alter, Zustand, letzter Austausch – ein neues Dach kostet schnell 30.000–80.000 €. • Heizungsanlage: Öl- oder Gasheizungen älter als 15–20 Jahre müssen nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) oft bald ersetzt werden. • Kellerfeuchte & Schimmel: Feuchteschäden sind ein erhebliches Problem und teuer in der Sanierung. • Elektroinstallation: Veraltete Leitungen können ein Sicherheitsrisiko darstellen und müssen erneuert werden. • Energieausweis: Pflichtdokument beim Immobilienkauf – zeigt den Energiebedarf und mögliche Modernisierungskosten.
Tipp: Beauftragen Sie einen unabhängigen Bausachverständigen. Die Kosten von 500–1.000 € sind gut investiert, wenn sie Sie vor einer teuren Fehlinvestition beim Hauskauf schützen.
Zahlen Sie beim Hauskauf nicht zu viel! Vergleichen Sie den angebotenen Kaufpreis mit ähnlichen Immobilien in der Region. Hilfreiche Quellen für den Immobilienpreisvergleich:
Immobilienportale (ImmoScout24, Immowelt) für aktuelle Marktpreise • Gutachterausschüsse der Gemeinden – sie veröffentlichen offizielle Bodenrichtwerte • Unabhängige Wertgutachten bei größeren Investitionen oder unklarer Preissituation
Als Faustregel für die Immobilienbewertung gilt: Der Kaufpreis sollte das 20- bis 30-fache der Jahresnettokaltmiete nicht übersteigen.
Der notarielle Kaufvertrag ist beim Hauskauf bindend – lesen Sie ihn sorgfältig, bevor Sie unterschreiben. Wichtige Punkte beim Immobilienkaufvertrag:
Auflassung und Auflassungsvormerkung: Sichert Ihren Eigentumsanspruch im Grundbuch ab, bevor Sie bezahlen. • Gewährleistungsausschluss: Bei Privatverkäufen üblich – prüfen Sie, ob bekannte Mängel verschwiegen wurden. • Übergabetermin: Wann ziehen Sie ein? Ist das realistisch mit Ihrer Immobilienfinanzierung? • Inventar: Was bleibt in der Immobilie (Einbauküche, Gartenhaus)? Muss schriftlich im Kaufvertrag festgehalten werden.
Wichtig: Sie haben das gesetzliche Recht, den Notarvertrag mindestens 14 Tage vor der Beurkundung einzusehen.
Ohne eine gesicherte Finanzierungszusage sollten Sie beim Hauskauf keinen Kaufvertrag unterschreiben. Klären Sie Ihre Baufinanzierung rechtzeitig:
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